Montag, 5. August 2013

Grüner Saft. JuiceRx Carrot Apple

Gestern abend also, weil man nämlich offenbar ausgerechnet arte nicht im livestream gucken kann, den Saftpropagandafilm "Fat, sick, and nearly dead" auf youtube angesehen. Der Film geistert durch alle Saftforen, und weil ich mich in neue Theme gerne richtig reinknie, bevor sie mich wieder langweilen... und weil ich Shaft ohnehin nicht gucken konnte... Nunja. Man muss schon gut Englisch können um aus dem australischen Akzent und dem Genuschel aus Iowa schlau zu werden.

Die Kurzfassung geht so: Zwei Männer um die 40 sind übergewichtig und haben eine Autoummunkrankheit. Sie trinken 60 Tage nur Saft (20% Obst, 80% Gemüse), nehmen reichlich ab,werden gesund (oder zumindest gesünder) und lernen Ihre 50 Portionen Obst und Gemüse am Tag richtig zu schätzen, sodass sie auch weiterhin überwiegend vegan essen und viel Sport treiben. The End.

The End ist aber nicht nur happy, sondern auch The Beginning, denn die Jungs teilen ihr Wissen gerne, und deshalb wird der eine jetzt Health Coach (offenbar ein Ausbildungsberuf in den USA), und der andere hat eine Website gebaut, mit Programmen, Rezepten und Foren für andere Safttrinker.Genau wie der "Juicemaster" Jason Vale wird Joe Cross dabei offenbar von einem Saftpressenhersteller gesponsort - oder umgekehrt - und scheint mit "gesund sein/werden/leben" ganz gut Geld zu verdienen.

Allerdings verlangt Joe von niemandem, das gleiche Extrem-Saften zu betreiben wie er, zumal er unter ärztlicher Aufsicht stand. Er empfiehlt 5-10 Tage Saftkuren zum "reboot", und danach Ernährungsumstellung, Sport und natürlich weiter ein Glas vorzugsweise grünen Saft täglich, für die Mineralstoffe. Leuchtet soweit ein, und wer es tatsächlich so hält, wird wohl auch keine Mangelernährung davontragen.

Da ich mich momentan so fühle, als wäre die Garantie abgelaufen sodass nun nach und nach alle Teile kaputtgehen... und weil Sommer ist, und Obst und Gemüse und ja, auch Säfte, im Sommer viel einfacher zu konsumieren sind... und weil ich nächste Woche frei habe... trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, das mal auszuprobieren. 10 Tage Saft, und dann wieder verstärkt auf meine Ernährung achten. Denn die war in der Tat in letzter Zeit zu kohlehydratlastig, und auch sonst unausgewogen und lieblos. Die kommenden drei Arbeitstage kann ich mich ja schon mal auf Salat und Gemüse konzentrieren, Kohlehydrate reduzieren und auf Milch und Kaffee (bei mir das Gleiche) verzichten.Ich habe "auf Arbeit" zwar keinen Entsafter, aber Rohkost und viel Wasser das sollte eigentlich möglich sein, und kommt der Sache vielleicht nahe genug. Und kann auf keinen Fall schaden.Und dann steige ich bei Tag 6 in den Saftplan ein.

Vorher aber der Test: wie schmeckt dieser "grüne" Gemüsesaft überhaupt?
Das heutige Rezept stammt aus der App JuiceRx, nennt sich "Carrot Apple", und enthält außerdem noch Petersilie (wuchert im Beet) und Sellerie. Wenn ich Selleriesaft trinken kann, kann ich auch rebooten.
gut gegen/für: Arthritis, Gallensteine, Sodbrennen, Leberprobleme, Rheuma, Hautprobleme inkl. Sonnenbrand, Gebärmuttertumore. Habe ich zwar alles nicht, dafür hatte ich die Zutaten.
Geschmack: Besser als es aussieht. Wobei es eben aussieht wie grüner Saft mit Schaum. Also wie Macha, den trinke ich ja auch. Zum Glück ist der Apfel sehr dominant. Im Nachgeschmack wars aber vielleicht doch ein bisschen viel Petersilie.

Doch doch.
Man könnte das mal ausprobieren. Kann ja jederzeit wieder aufhören.

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