Dienstag, 10. September 2013

Bergfest!

Obwohl heute die bisher längste Strecke war (ca. 15 km) und obwohl wir zwei sehr ausgiebige Pausen gemacht haben, sind wir schon um 16:00 am heutigen Tagesziel angekommen.
Bei dem usseligen Wetter heute morgen und mittag war wohl niemandem nach Trödeln... Nachmittags, als wir den Wald hinter uns hatten, klarte es allerdings auf. Herrlich, windgeschützt am Wegesrand die mitgebrachten Obstschnitze zu verzehren (wir) oder am dichten Gras zu kauen (Elias)!
Die schwache Herbstsonne geniessen, dazu eine Passage aus Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" lesen - so reist das Bildungsbürgertum!
Die heutige "Wirtin" war wohl überrascht uns schon so früh zu sehen und schlug uns noch einen Spaziergang um den See vor.  Mit Blick auf die drohend heraufziehenden Regenwolken haben wir allerdings dankend verzichtet. Man muss es nicht gleich übertreiben. Und da es heute keine Duschgelegenheit gibt, ist die Aussicht noch einmal richtig nass zu werden, nicht so verlockend. Und mich kann man auch ohne Regenguss auswringen, dank der wenig atmungsaktiven, dafür winddichten Regenjacke.
Elias war ohnehin nur schwer von der leckeren Luzerne wegzubekommen. Letztendlich war es wohl die Aussicht auf die Weide mit den zotteligen Galloways; schnurstracks lief er zum Apfelbaum am anderen Ende der Koppel. Na, ob wir den wieder einfangen?
Wir sitzen nun im grossen Gästezimmer, etwas zusammengewürfelt eingerichtet, Klo und "Speisesaal" gegenüber (heute keine Dusche), und sind froh, nicht im Regen zu sein. Abendessen ist für halb sieben angekündigt.
Ich glaube, heute gehen wir mal wieder früh ins Bett. Wenn hier um 20:00 die Sonne sinkt und die Kraniche landen, ist ohne TV oder WLAN oder Stricknadeln oder Bücher ohnehin nicht viel zu tun. Und die ungewohnten Mengen frischer Luft machen rechtschaffen müde. So kommen wir auf gute zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Alles sehr erholsam!

1 Kommentar:

  1. Womit auch geklärt wäre, warum Deine Posts schubweise eintrudeln. Wie gewohnt gut zu lesen und ich fühle mit. Ab Freitag werde ich wohl es leibhaftig nachfühlen können: mit einem Segelboot auf der Ostsee...

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