Freitag, 10. März 2017

Fettlogik überwinden. Teil 7: Neuausrichtung nach 23 Wochen.

Ok. Vielleicht bin ich nicht die schnellste. Was hindert mich immer so lange daran, an einem Zustand festzuhalten, der nicht so ist, wie er sein sollte? Vieles, was unzufrieden macht, kann man schließlich leicht ändern. Viele Änderungen liegen tatsächlich in meiner Macht.
Wenn ich also nun seit fast einem halben Jahr gewissenhaft Kalorien zähle, mich dabei auch nicht selbst betrüge (auch wenn ich mir ab und zu eine Auszeit gegönnt habe) - aber der mathematisch vorhersagbare Erfolg ausbleibt... Dann kann man
a) aufgeben
Hätte ich früher gemacht. "Bringt ja alles eh nix, weil [insert fettlogik of your choice]!"
b) ganz genauso weitermachen, denn aufgeben ist keine Option. Nadja Hermann hat es schließlich genau erklärt, und bei allen anderen klappt es auch. Wahrscheinlich sind es die Tabletten. Oder Wasser.
Die Tabletten nehme ich nicht mehr. Über einen gesamten wassereinlagernden Zyklus hinweg keine großen Veränderungen. Das kann es also auch nicht sein.
c) den Fehler finden. Wenn das von fddb errechnete "Soll" korrekt wäre, hätte ich etwa das Doppelte abnehmen müssen als bisher. Ergo stimmt das "Soll" nicht.
Auf fddb überprüfe ich meine Profilangaben. Bin ich wirklich mit dem richtigen Geschlecht, Größe, Bewegungsprofil eingetragen? Stimmt alles, allerdings ist ein Haken gesetzt bei "1x wöchentlich Sport". Das stimmt zwar, aber ich nehme den Haken vorsichtshalber weg. Wer weiß, ob die unter Sport das Gleiche verstehen wie ich? 
Aber auch das erklärt nicht, warum ich nur um die Hälfte vom erwarteten Umfang abgenommen habe. Ich ändere daher mein "Soll" händisch auf den Wert, den die "David-Winkler-Tabelle" ausrechnet. Diese Tabelle wird  auf der fddb Seite verlinkt, weil sie etwas genauer zu sein scheint und einen Mittelwert aus den häufigsten Formeln zur Berechnung des Grundumsatzes zugrunde legt.

Und siehe da: Der Unterschied betrug für die Monate Oktober bis Dezember zwischen 381 und 400 kcal am Tag! Bei einem Defizit von durchschnittlich 487 kcal/Tag ist es ein Wunder, dass ich überhaupt abgenommen habe - und überhaupt kein Wunder, dass es so schleppend geht.
Seit Jahresbeginn hat sich der Unterschied zwischen dem fddb-Soll und dem D-W-Soll mit zunehmender Abnahme um weitere 100kcal verringert, macht aber immer noch 279 kcal aus.

Die nächsten drei Monate probiere ich also mit diesem Wert. Soll mir keiner nachsagen, ich würde zu schnell aufgeben. Außerdem möchte ich - angeregt durch diesen Gastbeitrag auf dem FLÜ-Blog -  meine Mikronährstoffe genauer in Augenschein nehmen (lassen). Allerdings muss ich dazu erst einmal einen kooperativen Hausarzt finden. Meine bisherige Ärztin ist zwar durchaus d'accord, dass ich übergewichtig sei, hat aber keine Vorschläge, wie sie mich unterstützen könnte... (ich habe gefragt.)
 
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:


Vorspiel: Mein dickes Ich.
Teil 1: Um das Buch herumlesen.
Teil 2: Das Buch anschauen, aber noch nicht lesen, weil man ja eh weiß, was drin steht.
Teil 3: Das Buch lesen.
Teil 4: Fettlogik überwinden. 
Teil 4: Vom Lesen zum Handeln. 
Teil 5: Zwischenbilanz nach 7 Wochen.
Teil 6: Zwischenbilanz nach 20 Wochen.
 


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