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Samstag, 29. August 2020

Fertige Fachinformatikerin

 Es ist vollbracht!

Und das schon seit etwa 8 Wochen... 

Die Prüfungen sind vorbei. Die Umschulung ist vorbei. Seit 8. Juli bin ich fertige Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung. Uff. Das waren anstrengende zwei Jahre. Dass einem kurz vor Schluss - Corona sei Dank - die Motivationsmöhre der Übernahme durch den Praktikumsbetrieb genommen wurde, hat die Prüfungsphase nicht schöner gemacht. Aber so ist es eben - wenn der Betrieb in Kurzarbeit ist, kann er eben keine neuen Mitarbeiter:innen einstellen. Ich verstehe es ja. 

Dennoch hat das WIE einen etwas bitteren Beigeschmack. 

Egal. Erstmal Adrenalin herunterfahren. Mit der Prüfung seinen Frieden machen - da lief nämlich auch nicht alles so richtig rund. Einiges lag sicher an mir -- die Systemintegrationsklausur beispielsweise - da habe ich einfach die falsche Aufgabe gestrichen und auf diese Weise die schlechteste Note jemals (verglichen mit meinen sämtlichen Übungsklausuren) eingefahren. Das war ärgerlich. 

Dass der Prüfungsausschuss mit der Projektdokumentation unglücklich war - nun ja. Ich habe mir genau erklären lassen, was ihr Problem war, und kann das Meiste nachvollziehen. Es ist halt immer schwierig, wenn man in einem Prüfungsformat geprüft wird, das man nicht eingeübt hat. Und "Projektdokumentation" war für mich eine neue Textform - müsste ich nochmal eine Doku schreiben, würde ich einiges anders machen. Erstaunlich nur, dass die sieben Leute, deren Dokus ich "betreut" habe (also gelesen und befeedbackt) alle eine bessere Note hatten als ich. Und sehr schade, dass unser ansonsten hervorragendes Ausbilderteam beim Zwischenfeedback für unsere Dokus wirklich überhaupt nicht hilfreich war. Das lief nicht gut. Dennoch werde ich den Verdacht nicht los, dass mir hier mein akademischer Hintergrund zum Verhängnis geworden ist - der Anspruch an eine promovierte Wissenschaftlerin ist möglicherweise höher, als an einen "normalen" Umschüler. 

Wofür ich allerdings überhaupt nichts kann, und was mir zudem zusätzlich auch das Mündliche heruntergezogen zu haben scheint, ist die Tatsache, dass unser Abschlussprojekt ein SCRUM-Projekt war, das wir zu viert bearbeitet haben. Das gefiel dem Prüfungsausschuss überhaupt nicht, obwohl wir jeder einen eigenen Service komplett selbständig bearbeitet haben. Und während der Rest meines Projektteams in jeweils anderen Prüfungausschüssen mit Einsen und guten Zweien geprüft wurde, habe ich eine knappe drei bekommen  - 80%, um 1% an der Zwei vorbei. Und zusätzlich mündlich die Versicherung, dass ich super präsentiert hätte, mich nicht verstecken müsse, man mir alles zutraue, aber ich eben wegen des Gruppenprojektes nicht bewiesen hätte, dass ich es alleine könnte. Und dass man natürlich später nie wieder alleine arbeitet, und immer im Team, und agil voll angemessen sei, aber eben nicht in der Prüfung... Echt jetzt? Das einzige, worauf ich keinen Einfluss hatte - die Aufgabenstellung - dafür zieht ihr mir Punkte ab? Zweimal? (Doku und Mündliches?) Nicht die Umsetzung, nicht die Lösung? 

Doch, das ärgert mich schon. 

Aber um Punkte zu feilschen nützt hier nicht. Faktisch hat sich mein Ausschuss halt strenger an die Regeln gehalten, als (fast) alle anderen Ausschüsse, von denen ich gehört habe. 

Und je mehr ich vom Prüfungsprozess der Handelskammer mitbekommen habe, desto mehr haben sich mir die Zehennägel hochgerollt. Von einem einheitlichen Maßstab über die Ausschüsse hinweg kann keine Rede sein. Willkür überall. Kein Versuch einer Schulung der Prüfenden. Ausschussübergreifend riesige Unterschiede. 

Egal. Es ist vorbei. Es ist bestanden.

Jetzt muss ich nur schnell etwas finden, damit ich nicht gleich alles wieder vergesse. Es zeigt sich schon jetzt, dass die Umschulung zur FIAE eine gute Entscheidung war - Dieses Internet wird sich wohl doch durchsetzen, das hat Corona gezeigt. Krise hin oder her, Programmierer werden gesucht. Es gibt Stellen, die ausgeschrieben werden. Und jetzt, wo die Sommerferien überall vorbei sind, kommen auch Einladungen zu Gesprächen. Fragt sich nur, was dabei herauskommt. 

Ich bin gespannt!

Samstag, 22. März 2014

Das Lied vom Fachkräftemangel - Symphony of Science

Da zerbrechen sich die Damen und Herren wer-auch-immer den Kopf, weil angeblich Fachkräfte fehlen, aber wen genau sie damit meinen, das sagen sie nicht.
Altenpfleger_innen werden sicherlich gesucht. Bei Akademiker_innen ist es schon nicht mehr ganz so einfach - man will Ingenieur_innen. Informatiker_innen. Naturwissenschaftler_innen. Kurzum, die MINT-Fächer, und da - angeblich - gerne auch Frauen.

(Im Moment zweifle ich das noch ein bißchen an, weil die MINT-Branche immer noch so ein selbstverstärkendes Ökoystem ist: Es ist ein männerdominiertes Feld, das ist für Frauen nicht attraktiv, sodass es männerdominiert bleibt... Und bisher herrscht auch keine rechte Willkommenskultur (für niemanden, Geschlecht egal), weil man sich so sozialdarwinistisch gibt. Oder sollte ich sagen: mathematik-darwinistisch? Jedenfalls: die paar armen Gestalten, die gerne ein MINT-Fach studieren möchten, werden in den ersten Semestern so stark ausgesiebt und so wenig unterstützt, dass ein bis zwei Drittel das Studienfach abbrechen oder wechseln. Und darauf sind sie dann auch noch stolz, weil ja nur "die Besten" übrigbleiben. Also, wenn wir wirklich einen MINT-Nachwuchsmangel hätten, dann könnte man sich ein solches Vorgehen eigentlich nicht leisten.
Nein, ich meine nicht, dass man die Ansprüche senken sollte. Aber man kann die Studiensituation verbessern. Wenn ich Kindern das Schwimmen beibringe, dann schmeiße ich sie auch nicht (mehr) ins tiefe Wasser und verleihe allen, die nach 30 Minuten nicht ertrunken sind, das "Seepferdchen". Vielmehr hole ich mir ausreichend qualifizierte Schwimmlehrer und starte mit Schwimmflügeln und einfachen Übungen im flachen Wasser. An den Anforderungen für die "Seepferdchen"-Prüfung ändert das nichts - aber die Wahrscheinlichkeit, dass die jungen Schwimmschüler_innen a) überleben b) weiter Spaß am Schwimmen haben c) den Freischwimmer machen möchten -- die steigt.Auf dem Weg zu olympischem Gold/dem Physik-Nobelpreis dünnt sich das Feld dann ganz von alleine aus. Aber mit echten Nobelpreisträger_innen kann "die Wirtschaft" wahrscheinlich ohnehin nicht viel anfangen - dort reichen meist kompetente "Schwimmer_innen" aus.)

Und wie begeistert man die Menschen für die Großen Naturwissenschaftlichen Fragen?
Mit Musik und Sprechgesang!


Wenn Du einen Apfelkuchen backen willst, musst du erst das Universum erfinden!
http://symphonyofscience.com

Donnerstag, 26. Dezember 2013

The Game is Back On!




The Empty Hearse: Mittwoch, 1. Januar, 21:00 Uhr, BBC 1/Freitag, 3. Januar, 21.00 Uhr, BBC 3
The Sign of Three: Sonntag, 5. Januar, 20:30 Uhr, BBC 1/ Freitag, 10. Januar, 21.00 Uhr, BBC 3
 His last Vow: Sonntag, 12. Januar, 20:30, BBC1/ ...

http://www.bbc.co.uk/sherlock

ab 15. Januar: angeblich eine App - Sherlock: The Network

und natürlich: #believeinsherlock

PS: Dear Mr Gatiss and Mr Moffat - you belong amongst the elite of contemporary tv screen writers. Yet I wish you had not projected your legal "system" on other nations. There is, in fact, no trial by jury in Germany, nor has there to my knowledge ever been. Considering there are few people like Sherlock out there it might be a real advantage not to have to rely on the average untrained mind but on trained legal minds to achieve justice.