(Nachtrag. Ich wollte eigentlich von Anfang an Lerntagebuchmäßig mitschreiben, aber das hat nicht geklappt. Mal sehen, was ich nachholen kann...)
Neue Woche, neuer Trainer. (Die Lehrer heißen Trainer. Soll wohl nicht zu sehr nach Schule klingen, wegen Erwachsenenbildung und selbstverantwortlich lernen, nehme ich an. )
Diese Woche sollen wir wohl auch endlich einmal die Rechner benutzen, nachdem wir letzte Woche nur ins Heft (in meinem Fall: Notizbuch) mitgeschrieben haben. Es geht los mit Webseitenerstellung.
Auch hier geht es los mit Theorie und Hintergrundwissen. Dieser Trainer arbeitet anders, weniger frontal , kollaborativer. Wieder kein Skript, Informationen werden gemeinsam (über Beamer) aus Wikipedia, Self-HTML und W3Schools zusammengetragen. Leuchtet ein - das Wissen ist so immer versionsaktuell und stets verfügbar. Dennoch muss ich mich umstellen: manchmal braucht es so lange, bis eine Information gefunden ist, dass man abschweift und aufpassen muss, den Wiedereinstieg nicht zu verpassen. Pausen sind... nunja... dynamischer? Diejenigen unter uns, die keine Totalanfänger sind, werden ungeduldig und preschen vor. Links und rechts von mir entstehen Webseiten, die ersten Spiele werden installiert. Außerdem ist es noch immer unterträglich heiß, und die Luft im Klassenraum unangenehm stickig. (Man kann die Fenster noch nicht öffnen). Dennoch ist die Stimmung immer noch gut, vor allem, als es endlich mit praktischen Übungen losgeht. Die Theorie verstehen und den Code zum Laufen bringen - mit dem gewünschten Ergebnis zumal! - sind eben zwei paar Schuhe.
Ich feiere erste Mini-Erfolge, muss aber auch abends nochmal ran zum "Vokabellernen". Insgesamt bin ich ganz froh, dass wir nach den ersten zwei Wochen gleich wieder zwei Wochen Ferien haben. Zwar hatte der Meinige für meinen Schulstart frei genommen, weil zeitgleich die Kita-Ferien begannen, sodass ich morgens vergleichsweise entspannt starten konnte, aber auf einmal nur noch eine Feierabendmutter zu sein war eine größere Umstellung als erwartet. Junior aber genießt die Ferien mit Papi. Und nun unerwarteterweise sogar noch eine ganze freie Woche zu dritt - Hurra!
Themen:
www, Client, Server, Browser
HTML: Geschichte, Entstehung, W3C, Versionen, Editoren
Syntax, Grundgerüst, Doctype, meta-Tags, Kommentare, Blindtext, Verschachtelung von Tags, Textauszeichnung, Textstrukturierung, Validierung
CSS: Geschichte, Entstehung, Versionen
style-Attribut, Vorder-und Hintergrundfarben, Selektoren, Schriftbild, Textformatierung, Inline-und Blockelemente, Außen-und Innenabstände, Rahmen, Box-Modell, Überlauf. Verweise, CSS auslagern. Pseudoklassen. Navigationsleisten. Tools. Grafiken.
Netbeans als IDE: Installation und Einführung.
Samstag, 21. Juli 2018
Samstag, 14. Juli 2018
FIAE: Woche 1. Einführung und Grundlagen der IT
(Nachtrag. Ich wollte eigentlich von Anfang an Lerntagebuchmäßig mitschreiben, aber das hat nicht geklappt. Mal sehen, was ich nachholen kann...)
Am Montag, 9.7. 2018, war erster Schultag. Zur Umschulung finden sich 22 von 24 Umschülern im Klassenraum ein, zwei werden später dazu stoßen. Frauenquote liegt mit 6 Frauen bei immerhin 25% - nicht berauschend, aber besser als erwartet. Der erste Tag vergeht mit Administrativem, Vorstellung, und dem Einrichten der Arbeitsplätze. Der Klassenraum ist frontal ausgerichtet, jeder hat einen vernünftigen PC, wir erhalten Zugang zu allen firmeninternen Vergünstigungen. Das lässt sich gut an. Der Dozent beginnt von hinten, also mit dem Aufbau der IHK-Prüfung, die wir in zwei Jahren schaffen sollen. Das wird ein wiederkehrendes Thema werden, ich finde es in diesem Kontext ganz hilfreich, um wahrhaft zielorientiert lernen zu können. Das Skript schreiben wir selbst - der Dozent arbeitet mit PaperShow. Auf der einen Seite gibt das einen Frontalunterricht mit hoher Informationsdichte, auf der anderen Seite nimmt das gemeinsame Schreiben ein wenig Tempo raus und ermöglicht Nachfragen. Mündliche Exkurse ordnen die Themen in die Berufspraxis ein. Das Tempo ist hoch - Stoff von drei Jahren in zwei -, aber machbar, auch wenn man wie ich keine nennenswerten Vorkenntnisse hat. Dafür bin ich an die Klassenraumatmosphäre gewöhnt und kann strukturiert lernen. Wenn der Unterricht nach 8 Stunden vorbei ist, bin ich allerdings erschöpft. Das ist schon ziemlich dicht alles. Aber ich komme gut mit, allerdümmste Nachfragen sind erlaubt, und ich fand es ja schon immer gut, etwas Neues lernen zu können. Am Ende der Woche bin ich guter Dinge.
Themen: Begriff Informatik (angewandt, technisch, theoretisch). Compiler. Interpreter. Algorithmus als Begriff. Generationen von Programmiersprachen. Programmierparadigmen. Vor- und Nachteile Prozeduraler Programmierung. Geheimnisprinzip. Datenkapsel. Stellenwertsysteme (Dual, Oktal, Dezimal, Hexadezimal), Beispiele und Umrechnungen. Logische Verknüpfungen. RAID-Level 5 als Beispiel für XOR-Verknüpfungen. Strukturierte Programmentwicklung. Sequenz, Selektion, Iteration. Kontrollstrukturen und ihre Darstellung (Pseudocode, Struktogramme, Diagramme). Strukturierungsprinzipien, Vorgehensmodelle, Modularisierung.
Am Montag, 9.7. 2018, war erster Schultag. Zur Umschulung finden sich 22 von 24 Umschülern im Klassenraum ein, zwei werden später dazu stoßen. Frauenquote liegt mit 6 Frauen bei immerhin 25% - nicht berauschend, aber besser als erwartet. Der erste Tag vergeht mit Administrativem, Vorstellung, und dem Einrichten der Arbeitsplätze. Der Klassenraum ist frontal ausgerichtet, jeder hat einen vernünftigen PC, wir erhalten Zugang zu allen firmeninternen Vergünstigungen. Das lässt sich gut an. Der Dozent beginnt von hinten, also mit dem Aufbau der IHK-Prüfung, die wir in zwei Jahren schaffen sollen. Das wird ein wiederkehrendes Thema werden, ich finde es in diesem Kontext ganz hilfreich, um wahrhaft zielorientiert lernen zu können. Das Skript schreiben wir selbst - der Dozent arbeitet mit PaperShow. Auf der einen Seite gibt das einen Frontalunterricht mit hoher Informationsdichte, auf der anderen Seite nimmt das gemeinsame Schreiben ein wenig Tempo raus und ermöglicht Nachfragen. Mündliche Exkurse ordnen die Themen in die Berufspraxis ein. Das Tempo ist hoch - Stoff von drei Jahren in zwei -, aber machbar, auch wenn man wie ich keine nennenswerten Vorkenntnisse hat. Dafür bin ich an die Klassenraumatmosphäre gewöhnt und kann strukturiert lernen. Wenn der Unterricht nach 8 Stunden vorbei ist, bin ich allerdings erschöpft. Das ist schon ziemlich dicht alles. Aber ich komme gut mit, allerdümmste Nachfragen sind erlaubt, und ich fand es ja schon immer gut, etwas Neues lernen zu können. Am Ende der Woche bin ich guter Dinge.
Themen: Begriff Informatik (angewandt, technisch, theoretisch). Compiler. Interpreter. Algorithmus als Begriff. Generationen von Programmiersprachen. Programmierparadigmen. Vor- und Nachteile Prozeduraler Programmierung. Geheimnisprinzip. Datenkapsel. Stellenwertsysteme (Dual, Oktal, Dezimal, Hexadezimal), Beispiele und Umrechnungen. Logische Verknüpfungen. RAID-Level 5 als Beispiel für XOR-Verknüpfungen. Strukturierte Programmentwicklung. Sequenz, Selektion, Iteration. Kontrollstrukturen und ihre Darstellung (Pseudocode, Struktogramme, Diagramme). Strukturierungsprinzipien, Vorgehensmodelle, Modularisierung.
Donnerstag, 5. Juli 2018
Neuorientierung.
Seit einiger Zeit ist mir klar: ich muss mich beruflich umorientieren.
Zwar hat mir ein Coaching bereits im Jahr 2013 bestätigt, dass ich meinen Traumjob hätte, zugleich waren die Strukturen meines Arbeitsumfelds für mich zunehmend toxisch.
Das akademische Leben ist bekanntermaßen von befristeten Verträgen dominiert - manche Menschen können damit gut umgehen, mir fiel das zunehmend schwer. Klar, kann man seine eigene Stelle einwerben - aber wenn man erst mal gesehen hat, wie der Kollege, der ein 4-Millionen-Euro starkes Drittmittelprojekt eingeworben hat (potentielle Laufzeit: 4 - 10 Jahre), keine Stelle in diesem Projekt bekommt, verliert man das Vertrauen in das System. Und wenn man dann noch sieht, wie 2 oder 3 Kolleg:innen, deren Vertrag nach Ablauf der klassischen sechs Jahre Wissenschaftszeitvertragsgesetz (plus ggf. Zeit in Drittmittelprojekten) zum allgemeinen Bedauern trotz hervorragend geleisteter Arbeit nicht verlängert wurde, wird klar: die einzige feste Karriereplanung, die Universitäten bieten, ist das langfristige Ankündigen der Kündigung. Zusammen mit privaten Katastrophen und anderen formalen Umständen wurde es daher Zeit, die Reißleine zu ziehen.
Die Neuorientierung hat dann aber auch noch mal mehrere Jahre gedauert - nicht, dass ich in der Zeit untätig gewesen wäre. Aber der Entschluss, die Branche komplett zu wechseln und eine ganz neue fachliche Ausbildung zu beginnen, musste einige Zeit reifen. Aber jetzt ist es endlich so weit: am 9. Juli geht's los! Der schöne Schmetterling "Geisteswissenschaftlerin" verpuppt sich, und wenn alles klappt wie es soll, ist die Raupe, die in zwei Jahren aus dem Kokon schlüpft, eine vollausgebildete Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung (FIAE IHK).
Mittwoch, 9. August 2017
Notizen zur Digitalen Kommunikation
Seit einigen Jahren interessiere ich mich immer mehr dafür, wie
die Digitalisierung unsere Umgebung und unser Kommunikationsverhalten verändert.
Als Rhetorikerin finde ich es faszinierend, wenn jemand von „elegantem Code“ spricht
– eine für mich unerwartete Analogie zur „normalen“ Sprache, in der es
ebenfalls einen großen Unterschied gibt zwischen „schreiben können“ (Buchstaben
zu Wörtern formen) und „schreiben können“ (Wörter zu Sätzen formen) und dem
professionellen Schreiben der „Dichter“ (Schriftsteller, Autoren aller Art,
auch Journalisten), die das zielgerichtete Schreiben in unterschiedlichen Stilen,
Stimmen und Gattungen beherrschen Mit dieser bewußten, überlegten Zielgerichtetheit
beschäftigt sich die Allgemeine Rhetorik, und deshalb habe ich das Fach studiert.
Ich glaube, dass die allgemein genutzte Gegenüberstellung von
digitaler und analoger Kommunikation zu kurz greift. Natürlich kann man analoge
Texte digitalisieren, online stellen und sie maschinenlesbar machen. Aber das
macht keinen Roman, kein Gedicht zum digitalen Text. So wie sich das aufgeführte
Drama vom still und allein gelesenen Roman oder der Zeitungsbericht vom
Rechtsgutachten unterscheidet, so gesellt sich das digitale als eigenständige
Gattung mit wesenstypischen Merkmalen gleichberechtigt neben das mündliche und
das schriftliche Kommunizieren. Denn es enthält durch die Möglichkeit der Einbeziehung
von Bild, Ton und Film beim Lesen auch performative Elemente.
Vor allem aber bietet der Einsatz von Hyperlinks Optionen,
die Assoziationen des Lesers zu steuern, die weit über die Möglichkeiten des normalen „Framing“
hinausgehen: konnte sich der Orator bisher gerade bei heterogenem Publikum selten
darauf verlassen, dass dieses den gewünschten Kontext assoziiert, erhält er
mittels des Hyperlinks eine größere Deutungshoheit über die gewünschten
mitzudenkenden Hintergründe, Informationen oder Bilder. Die zielgerichtete
Botschaft kann daher über digitale Kanäle im Idealfall mit viel geringerem
Streuverlust vermittelt werden, als es bspw. ein mündlicher oder papiergedruckter
Vortrag könnte.
Mittwoch, 28. Juni 2017
Fettlogik überwinden. Teil 8: Dranbleiben. Rückschau auf das bisher Erreichte.
Es sind 38 Wochen vergangen, seit ich meine Ernährung tracke. Zeit für ein weiteres Fazit.
Die Änderungen an den Einstellungen von fddb haben sich bewährt. Ich gehe zur Zeit von etwa 2100 kcal Tagesbedarf aus und esse im Durchschnitt 1500 kcal. Das ist okay, aber es wird trotzdem immer mühsamer. Dennoch - auch wenn es langsamer geht als ich möchte und der Urlaub mich um etwa 4 Wochen zurückgeworfen hat: die Richtung stimmt nach wie vor.
Ein Jahr nach der Geburt meines Kindes wiege ich
Es tut gut zu sehen, was man bereits erreicht hat.
Aber da geht noch mehr.
Das nächste Zwischenfazit dann nach einem Jahr tracking - spätestens.
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
Teil 2: Das Buch anschauen, aber noch nicht lesen, weil man ja eh weiß, was drin steht.
Die Änderungen an den Einstellungen von fddb haben sich bewährt. Ich gehe zur Zeit von etwa 2100 kcal Tagesbedarf aus und esse im Durchschnitt 1500 kcal. Das ist okay, aber es wird trotzdem immer mühsamer. Dennoch - auch wenn es langsamer geht als ich möchte und der Urlaub mich um etwa 4 Wochen zurückgeworfen hat: die Richtung stimmt nach wie vor.
Ein Jahr nach der Geburt meines Kindes wiege ich
- fast 25 kg weniger als zu Beginn der Schwangerschaft
- mehr als 30 kg weniger als vor der Geburt
- fast 18 kg weniger als 1 Woche nach der Geburt
- mehr als 12 kg weniger seit ich vor 9 Monaten mit dem Kalorientracken angefangen habe.
- endlich mit dem Sport anfangen würde (UHU oder Kitabeginn September - ab dann gibt es keine Ausreden mehr)
- ich weniger Tage aussetzen "müsste" (zum Glück fahren wir im Urlaub nicht weg - das verdirbt mir immer die Routinen)
- zu enge Kleidung passt wieder
- ich kann wieder in unserem Liegestuhl sitzen
- ich passe wieder in die Badewanne
- ich kann wieder (etwas) Zeit auf dem Fußboden verbringen, also knieen, liegen, sitzen und vor allem: aufstehen
- ich bin insgesamt beweglicher
- ich traue mich wieder auf mein Fahrrad ohne Angst, dass der Sattel abbricht
- ich erkenne mich wieder im Spiegel
Es tut gut zu sehen, was man bereits erreicht hat.
Aber da geht noch mehr.
Das nächste Zwischenfazit dann nach einem Jahr tracking - spätestens.
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
Teil 2: Das Buch anschauen, aber noch nicht lesen, weil man ja eh weiß, was drin steht.
Freitag, 10. März 2017
Fettlogik überwinden. Teil 7: Neuausrichtung nach 23 Wochen.
Ok. Vielleicht bin ich nicht die schnellste. Was hindert mich immer so lange daran, an einem Zustand festzuhalten, der nicht so ist, wie er sein sollte? Vieles, was unzufrieden macht, kann man schließlich leicht ändern. Viele Änderungen liegen tatsächlich in meiner Macht.
Wenn ich also nun seit fast einem halben Jahr gewissenhaft Kalorien zähle, mich dabei auch nicht selbst betrüge (auch wenn ich mir ab und zu eine Auszeit gegönnt habe) - aber der mathematisch vorhersagbare Erfolg ausbleibt... Dann kann man
a) aufgeben
Hätte ich früher gemacht. "Bringt ja alles eh nix, weil [insert fettlogik of your choice]!"
b) ganz genauso weitermachen, denn aufgeben ist keine Option. Nadja Hermann hat es schließlich genau erklärt, und bei allen anderen klappt es auch. Wahrscheinlich sind es die Tabletten. Oder Wasser.
Die Tabletten nehme ich nicht mehr. Über einen gesamten wassereinlagernden Zyklus hinweg keine großen Veränderungen. Das kann es also auch nicht sein.
c) den Fehler finden. Wenn das von fddb errechnete "Soll" korrekt wäre, hätte ich etwa das Doppelte abnehmen müssen als bisher. Ergo stimmt das "Soll" nicht.
Auf fddb überprüfe ich meine Profilangaben. Bin ich wirklich mit dem richtigen Geschlecht, Größe, Bewegungsprofil eingetragen? Stimmt alles, allerdings ist ein Haken gesetzt bei "1x wöchentlich Sport". Das stimmt zwar, aber ich nehme den Haken vorsichtshalber weg. Wer weiß, ob die unter Sport das Gleiche verstehen wie ich?
Aber auch das erklärt nicht, warum ich nur um die Hälfte vom erwarteten Umfang abgenommen habe. Ich ändere daher mein "Soll" händisch auf den Wert, den die "David-Winkler-Tabelle" ausrechnet. Diese Tabelle wird auf der fddb Seite verlinkt, weil sie etwas genauer zu sein scheint und einen Mittelwert aus den häufigsten Formeln zur Berechnung des Grundumsatzes zugrunde legt.
Und siehe da: Der Unterschied betrug für die Monate Oktober bis Dezember zwischen 381 und 400 kcal am Tag! Bei einem Defizit von durchschnittlich 487 kcal/Tag ist es ein Wunder, dass ich überhaupt abgenommen habe - und überhaupt kein Wunder, dass es so schleppend geht.
Seit Jahresbeginn hat sich der Unterschied zwischen dem fddb-Soll und dem D-W-Soll mit zunehmender Abnahme um weitere 100kcal verringert, macht aber immer noch 279 kcal aus.
Die nächsten drei Monate probiere ich also mit diesem Wert. Soll mir keiner nachsagen, ich würde zu schnell aufgeben. Außerdem möchte ich - angeregt durch diesen Gastbeitrag auf dem FLÜ-Blog - meine Mikronährstoffe genauer in Augenschein nehmen (lassen). Allerdings muss ich dazu erst einmal einen kooperativen Hausarzt finden. Meine bisherige Ärztin ist zwar durchaus d'accord, dass ich übergewichtig sei, hat aber keine Vorschläge, wie sie mich unterstützen könnte... (ich habe gefragt.)
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
Teil 2: Das Buch anschauen, aber noch nicht lesen, weil man ja eh weiß, was drin steht.
Wenn ich also nun seit fast einem halben Jahr gewissenhaft Kalorien zähle, mich dabei auch nicht selbst betrüge (auch wenn ich mir ab und zu eine Auszeit gegönnt habe) - aber der mathematisch vorhersagbare Erfolg ausbleibt... Dann kann man
a) aufgeben
Hätte ich früher gemacht. "Bringt ja alles eh nix, weil [insert fettlogik of your choice]!"
b) ganz genauso weitermachen, denn aufgeben ist keine Option. Nadja Hermann hat es schließlich genau erklärt, und bei allen anderen klappt es auch. Wahrscheinlich sind es die Tabletten. Oder Wasser.
Die Tabletten nehme ich nicht mehr. Über einen gesamten wassereinlagernden Zyklus hinweg keine großen Veränderungen. Das kann es also auch nicht sein.
c) den Fehler finden. Wenn das von fddb errechnete "Soll" korrekt wäre, hätte ich etwa das Doppelte abnehmen müssen als bisher. Ergo stimmt das "Soll" nicht.
Auf fddb überprüfe ich meine Profilangaben. Bin ich wirklich mit dem richtigen Geschlecht, Größe, Bewegungsprofil eingetragen? Stimmt alles, allerdings ist ein Haken gesetzt bei "1x wöchentlich Sport". Das stimmt zwar, aber ich nehme den Haken vorsichtshalber weg. Wer weiß, ob die unter Sport das Gleiche verstehen wie ich?
Aber auch das erklärt nicht, warum ich nur um die Hälfte vom erwarteten Umfang abgenommen habe. Ich ändere daher mein "Soll" händisch auf den Wert, den die "David-Winkler-Tabelle" ausrechnet. Diese Tabelle wird auf der fddb Seite verlinkt, weil sie etwas genauer zu sein scheint und einen Mittelwert aus den häufigsten Formeln zur Berechnung des Grundumsatzes zugrunde legt.
Und siehe da: Der Unterschied betrug für die Monate Oktober bis Dezember zwischen 381 und 400 kcal am Tag! Bei einem Defizit von durchschnittlich 487 kcal/Tag ist es ein Wunder, dass ich überhaupt abgenommen habe - und überhaupt kein Wunder, dass es so schleppend geht.
Seit Jahresbeginn hat sich der Unterschied zwischen dem fddb-Soll und dem D-W-Soll mit zunehmender Abnahme um weitere 100kcal verringert, macht aber immer noch 279 kcal aus.
Die nächsten drei Monate probiere ich also mit diesem Wert. Soll mir keiner nachsagen, ich würde zu schnell aufgeben. Außerdem möchte ich - angeregt durch diesen Gastbeitrag auf dem FLÜ-Blog - meine Mikronährstoffe genauer in Augenschein nehmen (lassen). Allerdings muss ich dazu erst einmal einen kooperativen Hausarzt finden. Meine bisherige Ärztin ist zwar durchaus d'accord, dass ich übergewichtig sei, hat aber keine Vorschläge, wie sie mich unterstützen könnte... (ich habe gefragt.)
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
Teil 2: Das Buch anschauen, aber noch nicht lesen, weil man ja eh weiß, was drin steht.
Dienstag, 21. Februar 2017
Fettlogik überwinden. Teil 6: Zwischenbilanz nach 20 Wochen.
Seit nunmehr 20 vollen Wochen zähle ich Kalorien.
Das nervt ganz schön, und geht auch nur, weil ich zur Zeit (fast immer) den ganzen Tag zu Hause bin.
Ich esse regelmäßig - weil das Kind regelmäßig essen muss - und nicht auswärts. Dadurch kann ich alles abwiegen, das meiste selbst kochen und insgesamt eine gute Kontrolle darüber behalten, was ich mir in den Mund stecke.
Selbst über die "schwierige" Weihnachtszeit bin ich so gekommen - auch wenn die Plätzchen abgezählt waren und größtenteils aus gekauften Spekulatius bestanden.
Dennoch gab es Tage, an denen ich nicht aufschreiben konnte - meist außerhäusige Einladungen, bei denen man weder nach dem genauen Rezept noch der aufgetischten Menge fragen konnte. Und obwohl ich an diesen Tagen wahrscheinlich kein Kaloriendefizit hatte, habe ich auch nicht maßlos über die Stränge geschlagen. Allerdings waren es aufgrund von Hochzeiten, Taufen, runden Geburtstagen und Weihnachtseinladungen insgesamt seit Oktober etwa 25 Tage, also fast vier volle Wochen, an denen ich keine Daten erhoben habe.
Die ersten 12 Wochen habe ich dennoch täglich durchschnittlich 20% vom Kaloriensoll, dass fddb für mich vorschlägt, eingespart. Der niedrigste Wert lag bei 17%, der höchste bei 25%. Nur ein einziges Mal bin ich um etwa 300 kcal über mein Budget gekommen. Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden- das Eßverhalten ist kontrolliert und vernünftig, und ich esse auch - wenn ich darauf achte - genug Eiweiß. Doch trotz fast 45000 eingesparter Kalorien hatte ich bis Ende des Jahres nicht die errechneten 6kg, sondern weniger als 3kg weniger auf der Waage.
Das war ganz schön frustrierend, aber ich habe mich damit getröstet, dass ich seit ebendieser Zeit Cortisonhaltige Tabletten nehmen musste, und diese wahrscheinlich stark Wasser einlagern. Also nicht aufgeben, weiter im Text.
Dennoch hat das Plateau dazu geführt, dass ich -ohne mich richtig dazu zu entscheiden- mein Defizit weiter erhöht habe. Seit drei Wochen muss ich die Tabletten nicht mehr nehmen und inzwischen liegt mein durchschnittliches Kaloriendefizit bei 35%. Da auch die Saison für Familienfeiern offenbar erst einmal vorbei ist, klappt das ganz gut, auch wenn 65% mir schwerer fallen als 80%. Aber es ist immer noch ab und zu ein Stück Schokolade drin. Alles gut.
Mit Absetzen der Tabletten gab es tatsächlich einen Sprung - 2,4kg weniger! Ist der Bann jetzt gebrochen?
Leider nein. Drei Wochen bei 65%, und die verzeichnete Abnahme (nach einer erneuten Spitze nach oben) ist 0,5kg. Das heißt, ich habe seit Oktober fast 80.000 kcal eingespart, und statt der rechnerisch möglichen 11kg nur etwa die Hälfte davon abgenommen.
Ok, da sind 25 undokumentierte Tage, in denen ich theoretisch über Bedarf gegessen habe - aber ganz sicher nicht im Umfang von 6kg... Ich mache zwar babybedingt gerade nicht sehr regelmäßig Sport, aber -ebenfalls babybedingt- sitze ich auch nicht den ganzen Tag untätig herum. Mindestens 60 Minuten Spaziergang täglich plus Bücken/Heben/Tragen eines 10kg-Bündels - klar da geht mehr. Aber ich trage mir keinerlei Aktivitätspunkte ein, müsste also in der fddb-Kategorie "überwiegend sitzend" alles in allem richtig verortet sein, wenn man annimmt, dass das dort errechnete "Soll" nicht nur den Grundumsatz umfasst.
Die Tendenz ist ja auch nach wie vor richtig. Nur eben viel langsamer als gedacht. Grummel.
Bleibt wohl nur eins: mehr Bewegung. Mehr Sport.
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
Das nervt ganz schön, und geht auch nur, weil ich zur Zeit (fast immer) den ganzen Tag zu Hause bin.
Ich esse regelmäßig - weil das Kind regelmäßig essen muss - und nicht auswärts. Dadurch kann ich alles abwiegen, das meiste selbst kochen und insgesamt eine gute Kontrolle darüber behalten, was ich mir in den Mund stecke.
Selbst über die "schwierige" Weihnachtszeit bin ich so gekommen - auch wenn die Plätzchen abgezählt waren und größtenteils aus gekauften Spekulatius bestanden.
Dennoch gab es Tage, an denen ich nicht aufschreiben konnte - meist außerhäusige Einladungen, bei denen man weder nach dem genauen Rezept noch der aufgetischten Menge fragen konnte. Und obwohl ich an diesen Tagen wahrscheinlich kein Kaloriendefizit hatte, habe ich auch nicht maßlos über die Stränge geschlagen. Allerdings waren es aufgrund von Hochzeiten, Taufen, runden Geburtstagen und Weihnachtseinladungen insgesamt seit Oktober etwa 25 Tage, also fast vier volle Wochen, an denen ich keine Daten erhoben habe.
Die ersten 12 Wochen habe ich dennoch täglich durchschnittlich 20% vom Kaloriensoll, dass fddb für mich vorschlägt, eingespart. Der niedrigste Wert lag bei 17%, der höchste bei 25%. Nur ein einziges Mal bin ich um etwa 300 kcal über mein Budget gekommen. Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden- das Eßverhalten ist kontrolliert und vernünftig, und ich esse auch - wenn ich darauf achte - genug Eiweiß. Doch trotz fast 45000 eingesparter Kalorien hatte ich bis Ende des Jahres nicht die errechneten 6kg, sondern weniger als 3kg weniger auf der Waage.
Das war ganz schön frustrierend, aber ich habe mich damit getröstet, dass ich seit ebendieser Zeit Cortisonhaltige Tabletten nehmen musste, und diese wahrscheinlich stark Wasser einlagern. Also nicht aufgeben, weiter im Text.
Dennoch hat das Plateau dazu geführt, dass ich -ohne mich richtig dazu zu entscheiden- mein Defizit weiter erhöht habe. Seit drei Wochen muss ich die Tabletten nicht mehr nehmen und inzwischen liegt mein durchschnittliches Kaloriendefizit bei 35%. Da auch die Saison für Familienfeiern offenbar erst einmal vorbei ist, klappt das ganz gut, auch wenn 65% mir schwerer fallen als 80%. Aber es ist immer noch ab und zu ein Stück Schokolade drin. Alles gut.
Mit Absetzen der Tabletten gab es tatsächlich einen Sprung - 2,4kg weniger! Ist der Bann jetzt gebrochen?
Leider nein. Drei Wochen bei 65%, und die verzeichnete Abnahme (nach einer erneuten Spitze nach oben) ist 0,5kg. Das heißt, ich habe seit Oktober fast 80.000 kcal eingespart, und statt der rechnerisch möglichen 11kg nur etwa die Hälfte davon abgenommen.
Ok, da sind 25 undokumentierte Tage, in denen ich theoretisch über Bedarf gegessen habe - aber ganz sicher nicht im Umfang von 6kg... Ich mache zwar babybedingt gerade nicht sehr regelmäßig Sport, aber -ebenfalls babybedingt- sitze ich auch nicht den ganzen Tag untätig herum. Mindestens 60 Minuten Spaziergang täglich plus Bücken/Heben/Tragen eines 10kg-Bündels - klar da geht mehr. Aber ich trage mir keinerlei Aktivitätspunkte ein, müsste also in der fddb-Kategorie "überwiegend sitzend" alles in allem richtig verortet sein, wenn man annimmt, dass das dort errechnete "Soll" nicht nur den Grundumsatz umfasst.
Die Tendenz ist ja auch nach wie vor richtig. Nur eben viel langsamer als gedacht. Grummel.
Bleibt wohl nur eins: mehr Bewegung. Mehr Sport.
Meine Auseinandersetzung mit dem Buch erfolgt gründlich und ausführlich und kann hier nachgelesen werden. Was bisher geschah:
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